HPV - HUMANE PAPILLOMVIREN

Es sind ca.  120 HPV Virentypen bekannt, von denen etwa 40 die Geschlechtsorgane befallen können. VEin Virustyp Typen die da Potential haben und Haut, Schleimhaut und deren Epithelzellen befallen können.

 

Humane Papillomviren, abgekürzt HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Bisher sind mehr als 120 Virustypen bekannt, von denen etwa 40 die Geschlechtsorgane befallen. Einige dieser Viren sind für die Bildung von gutartigen Feigwarzen an den Genitalien verantwortlich, andere Typen sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt.

 

Der Gebärmutterhals (Zervix) ist die Verbindung zwischen dem unteren Bereich der Gebärmutter zur Scheide. Dort kann eine Krebserkrankung (Karzinom), das so genannte Zervixkarzinom, auftreten. Voraussetzung für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine Ansteckung und langjährige Infektion mit bestimmten krebsauslösenden HumaHumanen Papillomviren. Sie werden meist beim Geschlechtsverkehr durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen.


Animation: Entstehung von Gebärmutterhalskrebs

Etwa 80% aller sexuell aktiven Menschen machen mindestens einmal in ihrem Leben eine HPV-Infektion durch. Eine Infektion wird nur in sehr seltenen Fällen von Symptomen begleitet. Bei 90% der infizierten Frauen heilen diese Infektionen in einem Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Therapie und ohne Folgen aus. Etwa 10% der betroffenen Frauen bleiben dauerhaft infiziert und können Zellveränderungen am Gebärmutterhals entwickeln. Nur etwa 1-3% dieser Zellveränderungen entwickeln sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren zu einem Gebärmutterhalskrebs - die übrigen heilen meist ohne Therapie aus.

 

Da eine Infektion in der Regel keine Beschwerden verursacht, merken die meisten Menschen nichts von der Ansteckung. Risikofaktoren, die eine Ansteckung mit den Viren begünstigen sind außer ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Rauchen, sexuelle Kontakte in jungem Alter, wechselnde Sexualpartner und andere.

Behandeln kann man nur die Genitalwarzen; die Infektionen mit den Viren können nicht therapiert werden. Eine Impfung gegen Humane Papillomviren, die vor den beiden häufigsten Erregern - 16 und 18 - schützt, verhindert Krebsvorstufen und damit Krebs, der durch diese beiden Typen ausgelöst wird, wirksam.

Inzwischen gibt es eine Impfung gegen Humane Papillomviren, die vor den beiden häufigsten Erregern - 16 und 18 - schützt. Dadurch können Krebsvorstufen und damit Krebs am Gebärmutterhals, der durch die beiden HPV-Typen ausgelöst wird, wirksam verhindert werden.

 

umane Papillomviren (HPV, auch humane Papillomaviren, englisch human papillomaviruses) bilden eine Gruppe von DNA-Viren, die in mittlerweile mehr als 100 verschiedene Typen eingeteilt werden. Die HPV sind unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA) und gehören zur Familie der Papillomaviridae und den Gattungen Alphapapillomavirus, Betapapillomavirus und Gammapapillomavirus. Sie infizieren Epithelzellen der Haut und verschiedener Schleimhäute und können bei den infizierten Zellen ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum hervorrufen. Diese Tumoren sind meist gutartig und führen zur Warzenbildung an der betroffenen Haut- oder Schleimhautstelle (dem Ort der Infektion). Wenn die Infektion im Genital- oder Analbereich entsteht (i. d. R. durch Geschlechtsverkehr), kommt es zur Bildung von Genitalwarzen (z. B. Feigwarzen).

Einige HPV-Typen können jedoch auch bösartige Veränderungen hervorrufen, insbesondere Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) bei Frauen. Vermutlich ist auch ein erheblicher Anteil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome Folge einer solchen HPV-Infektion. Auch an der Entstehung von Basalzellenkrebs („weißer Hautkrebs“) scheint eine HPV-Infektion begünstigend beteiligt zu sein.[1][2][3] HPV kann durch Oralverkehr auch auf die Mundschleimhaut übertragen werden und dort Mundtumoren auslösen.[4]

Die Genprodukte dieser Viren, vor allem die des E6- und E7-Gens, verhindern den programmierten Zelltod (die Apoptose) und machen eine Reparatur des DNA-Doppelstranges unmöglich. Die durch Papillomviren verursachten Hautveränderungen sind häufig nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Besondere Probleme stellen die durch die Viren verursachten Entartungen bei unkontrolliertem Wachstum dar, zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist.

Humane Papillomviren wurden insbesondere in den Laboren von Harald zur Hausen (der unter anderem für die Entdeckung des Zusammenhangs mit Gebärmutterhalskrebs den Nobelpreis bekam) und Gérard Orth vom Institut Pasteur untersucht.

 

Laut Statistik leben in Deutschland etwa 41 Millionen Frauen, davon erkranken laut HPV Prävalenzstudie 2017/2018 jedes Jahr ungefähr 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und davon versterben jährlich ca. 1.500 Frauen an den Folgen der Erkrankung.  Beim Robert Koch Institut (RKI) können wir lesen: Zitat:  " Infektionen mit dem sexuell übertragenen humanen Papillomvirus (HPV) sind die Voraussetzung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Seit 2007 wird durch die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung für Mädchen empfohlen. Da HPV-Infektionen nicht meldepflichtig sind, werden Daten zur Krankheitslast von HPV nicht routinemäßig erhoben. Um künftige Auswirkungen der Impfung in Deutschland untersuchen zu können, hat das RKI in Kooperation mit der Berliner Charité in den Jahren 2010-2011 eine populationsbasierte Basisstudie durchgeführt (für mehr Informationen siehe Link unten). 10 Jahre nach Einführung der HPV-Impfung und 6 Jahre nach der Basisstudie wird nun die Nachfolgestudie "HPV-Prävalenzstudie 2017/18" durchgeführt, um erstmals eine populationsbasierte Schätzung der HPV-Impfeffektivität sowie der Impfeffekte auf die HPV-Prävalenz und -Typenverteilung für Deutschland zu generieren. Für die Studie werden ca. 1.200 junge Frauen zwischen 20 und 25 Jahren in ganz Deutschland rekrutiert. Mittels eines Selbstabnahmesets entnehmen die Teilnehmerinnen vaginale Zellmaterialproben, die in Kooperation mit der Frauenklinik der Charité auf eine HPV-Infektion mit 18 Hochrisiko- (u.a. Typ 16, 18, 31 und 45) und 8 Niedrigrisiko-Typen (u.a. Typ 6 und 11) sowie mögliche Begleitinfektionen getestet werden. Parallel werden die Teilnehmerinnen gebeten, einen Fragebogen u.a. zu demographischen Angaben, Sexualverhalten, Vorerkrankungen und HPV-Impfstatus auszufüllen. Ergebnisse der Studie sind für 2018 zu erwarten"

 

Weitere Informationen zu finden beim RKI - Stand: 26.03.2018

HPV-Impfstoffe

 

Quelle /Zitat Paul Ehrlich Institut ...
 

"Die nachfolgende Tabelle enthält die Präparate, die eine gültige Zulassung besitzen. Die Tabelle gibt keine Auskunft darüber, ob die Präparate auf dem Markt verfügbar sind. Für die Angaben wird keine Gewähr übernommen. Rechtlich bindend sind die Angaben des jeweiligen Zulassungsbescheids. Das offizielle Veröffentlichungsorgan des Paul-Ehrlich-Instituts ist der Bundesanzeiger.
 

Wenn die Europäische Arzneimittelagentur EMA weitere Informationen anbietet, so finden Sie in der Tabelle einen mit EPAR bezeichneten Link.
 

Wenn Gebrauchs- und Fachinformationen oder Öffentliche Beurteilungsberichte in PharmNet, dem Portal für Arzneimittelinformationen des Bundes und der Länder, zur Verfügung stehen, so sind diese in der Tabelle mit dem Begriff PharmNet direkt verlinkt.
 

Der Bereich Arzneimittel ist auf dem Stand der PEI-Bekanntmachung
Nr. 443 im BAnz AT 05.04.2018 B7.

 

Erläuterung zu Altersangaben

(Beziehung zwischen Lebensjahr und Lebensalter wie in den Fach- und Gebrauchsinformationen angegeben) Beispiele: Ab 3 Jahre bedeutet ab dem vollendeten 36. Lebensmonat (= vollendetes 3. Lebensjahr) / Im vierten Lebensjahr ist ein Kind drei Jahre alt, hat also ein Lebensalter von drei. Steht in der Fachinformation die Angabe für "Säuglinge und Kleinkinder", dann wird in der Tabelle unten das von der STIKO im Impfkalender empfohlene Lebensalter angegeben. Die Tabelle enthält bei allen Produkten die Altersangaben als Lebensalter.

Siehe auch: Beziehung/Zusammenhang zwischen Alter/Lebensjahr/vollendetes Lebensjahr (pdf, 83 KB, Datei ist barrierefrei / barrierearm)
 

Definitionen

Kombi: Impfstoff gegen mehrere Infektionserkrankungen.
Mono: Impfstoff gegen eine Infektionserkrankung.

Haftungsausschluss"
 

Bezeichnung

Krankheit / Stoff- Indikationsgruppe Zulassungsinhaber Impf­stoff­art Zulassungs-
nummer
Zulassungs-
datum
Weitere
Informationen

Cervarix

Humaner Papillom­virusimpfstoff

(Typen 16, 18)

Verwendung ab einem Lebensalter von 9 Jahren

GlaxoSmithKline Biologicals S.A. Mono EU/1/07/419/001-012 20.09.2007

EPAR: Cervarix

Gardasil

Humaner Papillom­virusimpfstoff

(Typen 6, 11, 16, 18)

Verwendung ab einem Lebensalter von 9 Jahren

MSD VACCINS, Lyon, Frankreich Mono EU/1/06/357/001-021 20.09.2006

EPAR: Gardasil

Gardasil 9

9-valenter Humaner Papillom­virusimpfstoff

(Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58)

Verwendung ab einem Lebensalter von 9 Jahren

MSD VACCINS, Lyon, Frankreich Mono EU/1/15/1007 10.06.2015

EPAR: Gardasil 9

Silgard

Humaner Papillom­virusimpfstoff

(Typen 6, 11, 16, 18)

Verwendung ab einem Lebensalter von 9 Jahren

Merck Sharp & Dohme Ltd. Mono EU/1/06/358/001-021 20.09.2006

EPAR: Silgard

Zitat Ende
 
 
 

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 

LINKLISTE

  •  

LINKLISTE

  •