HOMÖOPATHISCHER DIALOG WELTWEIT

HOMOOPATHIC DIALOG WORLDWIDE

 

TALK - IM GESPRÄCH

SONJA CLAAS - DR. RAJAN SANKARAN - ANJA TRINKLEIN

 

 

SONJA CLAAS, HP
Classical Homeopathy
www.nhz-gt.de

ANJA TRINKLEIN, HP
CLASSICAL HOMEOPATHY
www.praxis-anjatrinklein.de
www.prohom.net

How did you come to homeopathy?

 

I came to homeopathy through my father who was a very famous homeopath. 


I used to be a little boy hanging on to his coat when he went to homeopathic conferences and events. In this way I met many wellknown homeopaths of that time.

 

A key factor in my decision to become a homeopath myself was seeing the results my father produced. As an example, there was one incident when he was about to leave to teach in Calcutta. The day before my mother fell ill with very clear signs of acute appendicitis. I asked him what he was going to do and if he was still going to leave for the trip. He was very calm and confidently told me that he was going to treat her and that she would be well by the time he would have to leave.


Indeed, he treated her, she felt better by the evening already and he could leave the next day. This and many other results that I saw him produce as well as his confidence impressed me deeply and contributed to my decision to become a homeopath. 

 

 

Wie bist Du zur Homöopathie gekommen?

 

Ich bin durch meinen Vater zur Homöopathie gekommen, er war ein sehr berühmter Homöopath. Als kleiner Junge hing ich an seinem Mantelzipfel, wenn er Homöopathie-Konferenzen und –Veranstaltungen besuchte. Auf diese Weise traf ich auf viele sehr bekannte Homöopathen seiner Zeit.


Ein Schlüsselfaktor dafür, dass ich mich entschied, selbst Homöopath zu werden, waren die Ergebnisse, die ich meinen Vater hervorbringen sah. Es gab zum Beispiel einen Vorfall, als er kurz vor der Abreise zu einer Lehrveranstaltung in Calcutta war. Am Tag vor seiner geplanten Abreise wurde meine Mutter mit deutlichen Anzeichen einer akuten Appendizitis krank. Ich fragte meinen Vater, was er nun tun würde und ob er überhaupt noch abreisen könne.


Er war sehr ruhig und sagte mir voller Selbstvertrauen, dass er meine Mutter behandeln werde und dass es ihr bis zu seiner Abreise wieder gutgehen werde.

 

Und tatsächlich, er behandelte sie, sie fühlte sich schon am Abend besser und er konnte am nächsten Tag abreisen.
Dieses und viele andere gute Ergebnisse, die ich ihn hervorbringen sah, und sein Selbstvertrauen beeindruckten mich zutiefst und trugen zu meiner Entscheidung, Homöopath zu werden, bei.

 

 

What training and education

did you receive in homeopathy?

 

My very first training in homeopathy I received as a young boy from my father. When he came home from work he brought cases with him and it was my job to find the rubrics in the repertory and write down the remedy names.


In that way the repertory became my mother tongue in homeopathy. Rubrics are my language. If you have a strong foundation in the repertory it is never going to let you down.

 

After I had finished school I studied classical homeopathy at the Bombay Homeopathic Medical College in Mumbai, India. After four years of studies, I graduated Gold Medallist in 1981.

 

After graduating from college I went to study with various teachers to understand each one’s unique approach. All of them were wellknown homeopaths of their time including S.R. Phatak, Sarabhai, Kanjilal, B.N. Chakravorty, George Vithoulkas, ML Sehgal, Jürgen Becker and so many others.
 

But more than what all my teachers taught me in homeopathy, they taught me to always keep my mind open, to be everlearning, to be forever a student. I believe that this the most essential teaching you can learn from a teacher. He can give you information and build your skills, but what he can really teach you is an attitude from which knowledge and wisdom arise.

 

 

Welche Aus- und Fortbildungen hast Du in der Homöopathie durchlaufen?

 

Meine allerersten Ausbildung in der Homöopathie habe ich als kleiner Junge durch meinen Vater erfahren. Wenn er von der Arbeit heim kam, brachte er Fälle mit nach Hause und meine Aufgabe war es, die passenden Rubriken dazu im Repertorium zu finden und die Arzneimittel dazu zu notieren.

Auf diese Weise wurde das Repertorium zu meiner Muttersprache in der Homöopathie. Rubriken sind meine Sprache. Wenn man ein starkes Fundament im Repertorium hat, wird es einen nie je im Stich lassen.

 

Nachdem ich mit der Schule fertig war, studierte ich Klassische Homöopathie am Bombay Homeopathic Medical College in Mumbai, Indien. Nach vier Jahren Studium schloss ich 1981 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet mein Studium als Doktor der Homöopathie ab.  
Nach dem Universitätsabschluss suchte ich die verschiedensten namhaften Lehrer auf, um bei ihnen ihre jeweiligen Methoden zu studieren. Sie waren alle angesehene Homöopathen ihrer Zeit, unter anderem S.R. Phatak, Sarabhai, Kanjilal, B.N. Chakravorty, George Vithoulkas, M.L. Sehgal, Jürgen Becker und viele andere.

 

Doch was ich von allen meinen Lehrern mehr noch als die reine Homöopathie lernte, war sich immer einen offenen Geist zu bewahren, immer dazu zu lernen, für immer Student zu sein.
Ich glaube, dass dies das Wesentliche ist, was man durch einen Lehrer lernen kann. Er kann Ihnen Informationen geben und Ihre Fähigkeiten aufbauen, aber was er Ihnen tatsächlich beibringen kann, ist eine Haltung aus der Wissen und Weisheit erwachsen.

 

 

 

Who of your teachers had the greatest influence on you,  how did they shape you?

 

I would say all of my teachers had a role in shaping me. 

 

For example, S. R. Phatak was the first teacher I studied with after graduating from college. For two years, I went to his clinic once a week and brought patients to him. I sat with him and witnessed the way he worked.
Phatak was an expert in Boger approach and he only kept two books on his desk: Phatak Repertory and Phatak Materia Medica. He was a master, he knew how to use these little instruments to solve the most difficult cases and the way he did it was by generalisation. That means he would focus on one particular symptom, sensation, location, pathology or chief complaint and get the exact modality. The problem would be generalised and then he would look into that book for the remedies that have it. The idea of Phatak is never to repertorise a case; you cannot repertorise a case using Phatak’s repertory. It’s too small. But when you get something peculiar in the case and you generalise it and you read those remedies then one of them may fit the whole case.

 

Another great teacher of mine is George Vithoulkas. He has a unique blend of keynote prescribing, remedy essences and repertory. I also learned a lot about the art of case taking from him.


Many years ago, my friend Jayesh Shah and I organized George Vithoulkas’ first seminar in India. Vithoulkas took a live case at this seminar. He asked the patient: “What makes you angry?” – “I can’t stand opposition” was the patient’s reply. And then ….. there was silence. Vithoulkas and the patient just sat there for one minute, two minutes, an eternity! Finally, the patient burst out: “Then I want to go and kill, kill, kill the person who does that to me!”

 

What I learned from this is the value of silence. Vithoulkas just sat there and observed. It is not necessary to pump question after question into the patient. All you need is enough confidence to just sit there and the symptoms will come out all by themselves.

 

 

Welche Deiner Lehrer hatten auf Dich den größten Einfluss und wie haben sie Dich geformt?

 

Ich würde sagen, alle meine Lehrer haben eine Rolle in meiner Entwicklung gespielt.


S.R. Phatak war zum Beispiel der erste Lehrer bei dem ich weiterlernte, nachdem ich die Uni abgeschlossen hatte. Zwei Jahre lang besuchte ich einmal pro Woche seine Praxis und brachte Patienten zu ihm. Ich saß bei ihm und beobachtete wie er arbeitete.

 

Phatak war ein Experte im Ansatz Bogers und auf seinem Schreibtisch standen nur zwei Bücher: Phataks Repertorium und Phataks Materia Medica. Er war ein Meister und wusste diese kleinen Instrumente zu nutzen, um die schwierigsten Fälle zu lösen. Dies tat er durch Generalisierung. Das heißt, er konzentrierte sich auf ein spezifisches Symptom, eine Empfindung, Lokalisation, Pathologie oder Hauptbeschwerde und fand die exakte Modalität dazu heraus. Das Problem wurde generalisiert und dann schlug er im Buch die Arzneimittel nach, die dazu aufgeführt waren.


Phataks Grundidee ist es niemals einen Fall zu repertorisieren. Man kann mit Phataks Repertorium keine Fälle repertorisieren, dafür ist es zu klein. Aber wenn man im Fall etwas Eigenheitliches findet und dieses verallgemeinert, dann die entsprechenden Mittel dazu nachliest, dann mag man eines finden, das zum gesamten Fall passt.

 

Ein weiterer großartiger Lehrer war George Vithoulkas für mich. Er hat einen einzigartigen Mix aus Leitsymptomverordnung, Arzneimittelessenzen und Repertorium. Von ihm lernte ich auch eine Menge über die Kunst der Anamnese.

 

Vor vielen Jahren haben mein Freund Jayesh Shah und ich George Vithoulkas’ erstes Seminar in Indien organisiert. Bei diesem Seminar gab es einen Live Fall, den Vithoulkas aufnahm.


Er fragte den Patienten: „Was macht sie wütend?“ – „Ich kann Widerspruch nicht ausstehen.“, antwortete der Patient. Und dann …. folgte Schweigen. Vithoulkas und der Patient saßen einfach da und eine Minute, zwei Minuten, eine Ewigkeit verging! Schließlich platzte der Patient heraus: „Dann möchte ich die Person, die mir das antut, einfach töten, töten, töten!“

 

Daraus habe ich den Wert der Stille gelernt. Vithoulkas hat einfach nur dagesessen und beobachtet. Es ist nicht nötig, den Patienten mit einer Frage nach der anderen vollzupumpen. Alles was man braucht, ist genug Selbstvertrauen einfach dazusitzen und dann kommen die Symptome von ganz alleine heraus.

 

 

How would you describe the ideal training

in homeopathy?

 

The ideal training in homeopathy is one that teaches classical and contemporary homeopathy and lays emphasis on the art of case-taking and analysis using all available methods. 

 

The whole edifice of homeopathy is built on provings, exact symtpomatology, Materia Medica and the repertory.

 

Whatever you do, always go into great detail, check the hard facts, the provings, the rubrics. That is the foundation you can build on in whatever way you like. But if this foundation is missing, you are building the third floor without having a ground floor.

 

The best approach then is to unite different methods instead of relying on only one method. If you focus on a single method, you are taking a one-sided approach and you can go wrong. When you use a number of different approaches and all lead to the same conclusion, then you can be very sure.  

 

To learn all of this is a process. First you study the basics as Materia Medica, repertory and philosophy as well as the wonderful art of case-taking.


Then you can build on this by a detailed study of other approaches like the sensation method, the kindgoms and miasms, the genius of each remedy.
The ability to see and use all approaches in one case is the true art you have to learn.

 

You can learn from books, in classes and seminars and most effectively from watching experts at work.

 

 

Wie würdest Du die ideale Homöopathie-Ausbildung beschreiben?

 

Die ideale Homöopathie-Ausbildung ist eine, die klassische und zeitgenössische Homöopathie lehrt und den Schwerpunkt auf die Kunst der Anamnese und Fallanalyse unter Zuhilfenahme aller verfügbaren Methoden legt.

 

Das gesamte Gebilde der Homöopathie ist auf Arzneimittelprüfungen, exakter Symptomatologie, Materia Medica und dem Repertorium aufgebaut. Egal, was man macht, man muss immer tief ins Detail gehen, erst alle Fakten prüfen, die Arzneimittelprüfungen, die Rubriken. Auf dieses Fundament kann dann nach persönlichen Belieben aufbauen. Aber wenn Ihnen dieses Fundament fehlt, dann baut man das 3. Obergeschoss ohne ein Erdgeschoss zu haben.

 

Der beste Ansatz ist dann, verschiedene Methoden zu vereinen anstatt sich nur auf eine Methode zu verlassen. Wenn man sich auf eine einzige Methode konzentriert, dann bedient man sich "nur"eines einseitigen Ansatzes. Wenn man aber verschiedene Ansätze benutzt und mit allen zum gleichen Schluss gelangt, gibt das große Sicherheit.

 

All dies zu lernen ist ein Prozess. Zunächst studiert man die Materia Medica, Repertorium und Philosophie, die Grundlagen sowie die wunderbare Kunst der Anamnese.

Erst dann können detaillierte Studien anderer Ansätze wie z. B. der Empfindungsmethode, den Naturreichen und Miasmen, des Genius eines jeden Mittels aufbauen.


Die wahre Kunst, die es zu lernen gilt, ist die Fähigkeit alle Ansätze in einem Fall zu sehen und anzuwenden. Das kann man aus Büchern, in Kursen und Seminaren und am effektivsten dadurch lernen, dass man Experten bei der Arbeit beobachtet.

 

BÜCHER - PUBLIKATIONEN - AUF DEUTSCH ERHÄLTLICH

 

  • Das Geistige Prinzip der Homöopathie
  • Die Substanz der Homöopathie (+2 CDs)
  • Das System der Homöopathie
  • Die Seele der Heilmittel
  • Einblicke ins Pflanzenreich Band 1 und 2
  • Einblicke ins Pflanzenreich Band 3
  • Die Empfindung in der Homöopathie
  • Die Empfindung – Verfeinerung der Methode
  • Sankaran’s Tabellen
  • Struktur – Erfahrungen mit dem Mineralreich
  • Synergie homöopathischer Ansätze
  • Überleben – Die Mollusken
  • Überleben – Reptilien in der Homöopathie

 

 

How did you develop your own method in homeopathy?

What is characteristic of your individual method?

 

My goal right from the beginning was to find a method and a system to produce consistent results in homeopathy.

 

The development was an evolutionary process starting with classical homeopathy and then going on to explore the mind state gaining the understanding of ‘disease as a delusion’. This was followed by the discovery of newer miasms, classification into kingdoms (viz. plant, mineral and animal) and the seven levels of experience. These discoveries paved the way to the concept of eliciting the vital sensation in the patient, the common thread of experience which runs through the patient at all levels. This method, popularly known as ‘Sensation method’, was yet not the end of my efforts to simplify the system of homoeopathic practice.

 

The Sensation method has now evolved into a more comprehensive and synergistic approach, which strongly advocates to encompass and integrate the old, classical and traditional approaches with the latest advances. This approach –‘The Synergy of Homoeopathy’, has resulted in a far greater predictability of results than ever before.

 

I have understood that it is best to use all approaches at the same time. Sometimes the repertory and the Materia Medica lead to the result, which I confirm through contemporary methods such as sensation and kingdom, sometimes it works the other way around, but mostly I use all methods parallel to each other.

 

 

 

 

Wie hast Du Deine eigene Methode entwickelt?
Was charakterisiert Deine individuelle Methode?

 

 

Von Anfang an war es mein Ziel, eine Methode zu finden, mit der man beständige Ergebnisse in der Homöopathie erzielen kann.

 

Die Entwicklung meiner Methode war ein Evolutionsprozess, der mit klassischer Homöopathie begann und sich dann in der Erforschung des Gemütszustandes und der Erkenntnis der „Krankheit als Wahnidee“ fortsetzte. Dem folgte die Entdeckung neuer Miasmen, die Klassifikation in Naturreiche (Pflanze, Mineral und Tier) und die sieben Ebenen des Erlebens.
Diese Entdeckungen ebneten den Weg zum Konzept des Eruirens der Vitalempfindung des Patienten, dem roten Faden, der sich durch das Erleben des Patienten auf allen Ebenen zieht. Diese Methode, allgemein bekannt als Empfindungsmethode, war aber nicht das Ende meiner Bemühungen zur Vereinfachung des Systems homöopathischer Praxis.

 

Die Empfindungsmethode hat sich nun in einen umfassenderen und synergetischeren Ansatz weiterentwickelt, der eindringlich für ein Einschließen und Integrieren alter, klassischer und traditioneller Ansätze mit den neuesten Fortschritten plädiert. Dieser Ansatz – „Synergie homöopathischer Ansätze“ genannt – hat zu einer nie dagewesenen Vorhersagbarkeit der Ergebnisse geführt.


Ich habe begriffen, dass es am besten ist, alle Ansätze gleichzeitig anzuwenden. Manchmal führen mich Repertorium und Materia Medica zum Ergebnis, das ich dann mit zeitgenössischen Methoden wie Empfindung und Naturreich bestätige, manchmal geht es anders herum. Meistens aber benutze ich alle Ansätze parallel.

 

 

How is your method connected to classical homeopathy?

 

It is completely based on classical homeopathy with provings, clinical data , toxicology, etc. What we add is the study of kingdoms and the emphasis on the experience of each person or each remedy group as derived by a study of provings, repertory and materia medica. 

 

 

Wie steht Deine Methode in Verbindung zur klassischen Homöopathie?

 

Sie basiert vollkommen auf der klassischen Homöopathie mit Arzneimittelprüfungen, klinischen Daten, Toxikologie etc.

Was wir hinzufügen ist das Studium der Naturreiche und die Betonung des Erlebens jeder einzelnen Person oder Arzneimittelgruppe, die wir aus dem Studium von Arzneimittelprüfungen, Repertorium und Materia Medica abgeleitet haben.

 

 

Together with Frederik Schroyens, you founded the non-profit organisation Homeopathy One. What was your motivation to start this movement, what is its goal?

 

The idea came up in a meeting of the software companies Zeus Soft and Synergy Homeopathic when we discussed what we can do for homeopathy.

Our concern is the wellbeing of homeopathy itself. This concern has several aspects, for example that the number of new entrants into the field of homeopathy is decreasing in some countries and also the widespread publicity against homeopathy in many countries. There are so many issues that we as a community are facing.


Therefore, we tried to think of something to do for the community within the community.


We came to the conclusion what is missing within the homeopathic community above all is a feeling of unity.


Homeopathy as a science encourages individualization, but unfortunately we see not only the individualization of the patient but also the individualization of the practitioner. Each one seems to be practicing in his own little world almost isolated from what is happening in the rest of the community. And then there are schools and methodologies that also work in kind of a compartment.


I think this creates as well a confusion among students and practitioners as it does not allow for a homeopath to use the entire spectrum of possibilities available.


Diverse methodologies are not a problem if we can use them in cooperation with each other. It is going to be a great advantage to know more and more methodologies and tools to use in homeopathy.


Therefore, we need to speak to each other, to learn the advantages and qualities of each methodology, how we can integrate them and use them in our practice together.

 

We came to the conclusion that we need a platform where leaders of different schools of thought and methods can come together to share their ideas, to hear each other out – a give and take to create much greater possibilities in our practice and a benefit to the profession as a whole.

 

Homeopathy One was founded to offer this platform and to serve the goal of unity. 

 

Gemeinsam mit Frederik Schroyens hast Du die Non-Profit-Organisation Homeopathy One gegründet. Mit welcher Motivation hast Du diese Bewegung ins Leben gerufen und was das Ziel?

 

Die Idee dazu kam uns bei einem Treffen der beiden Softwareunternehmen Zeus Soft und Synergy Homeopathic, als wir diskutierten, was wir für die Homöopathie tun könnten.

 

Unser Anliegen ist das Wohlergehen der Homöopathie. Dieses Anliegen hat mehrere Aspekte, zum Beispiel dass die Anzahl der Neueinsteiger in das Fachgebiet der Homöopathie in einigen Ländern zurückgeht und dass in vielen Ländern Propaganda gegen die Homöopathie weit verbreitet ist. Es gibt so viele Probleme, denen wir uns als Gemeinschaft gegenübersehen. Daher haben wir uns etwas überlegt, das wir innerhalb der Gemeinschaft für die Gemeinschaft tun können.

 

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es in der homöopathischen Gemeinschaft vor allem an Gemeinschaftsgefühl von Einheit fehlt.

Als Wissenschaft fördert die Homöopathie die Individualisierung, doch leider sehen wir nicht nur eine Individualisierung des Patienten sondern auch eine Individualisierung des Praktikers. Jeder scheint in seiner eigenen kleinen Welt zu praktizieren, fast schon isoliert von dem, was im Rest der Gemeinschaft vor sich geht. Und dann gibt es auch Schulen und Methoden, die sozusagen abgeschottet arbeiten.

 

Dies schafft sowohl eine Verwirrrung unter Studenten und Praktikern als es auch dem einzelnen Homöopathen nicht erlaubt, das Gesamtspektrum der verfügaren Möglichkeiten anzuwenden.

 

Verschiedene Methoden an sich sind nicht das Problem, wenn wir sie in Zusammenarbeit miteinander benutzen. Es wird von großem Vorteil sein, immer mehr Methoden und Instrumente der Homöopathie zu kennen.

Deshalb müssen wir uns miteinander unterhalten, die Vorteile und Qualitäten jeder Methode lernen und wie wir sie in unsere Praxis integrieren und miteinander nutzen können.

 

Wir kamen zu dem Schluss, dass wir eine Plattform benötigen, wo Vorreiter verschiedener Denkschulen und Methoden zusammenkommen können, um ihre Ideen miteinander zu teilen, sich gegenseiteig anzuhören – ein Geben und Nehmen, um bessere Möglichkeiten für unsere Praxis zu schaffen und dem Berufsstand als Ganzes zu nutzen.


Wir haben Homeopathy One gegründet, um diese Plattform zu bieten und dem Ziel der Einheit zu dienen.

 

 

How does the Merging of Methods Conference in Bruges differ from other conferences?

 

Each speaker will have one hour to expand on his or her method. All speakers will be present at each other speaker’s presentation. After the presentation of the individual method, the other speakers will comment about what how they can integrate this method into their own practice.
There will also be time for Q&A with the participants.

 

Another highlight is that a live case will be taken followed by a joint analysis and discussion with all speakers.

 

The conference will be completely focussed on the clinical aspect with the aim to bring about an integration of all methods.

 

 

 

Wie unterscheidet sich die Merging of Methods Konferenz in Brügge von anderen Konferenzen?

 

Jeder Dozent wird eine Stunde Zeit haben, seine Methode darzulegen. Alle Dozenten der Konferenz werden bei den Präsentationen jedes einzelnen Dozenten anwesend sein. Nach der Präsentation der jeweiligen Methode werden die anderen Dozenten sich dazu äußern wie sie diese Methode in ihre eigene Praxis einfließen lassen können. Außerdem wird es für die Teilnehmer die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.

 

Ein weiteres Highlight wird die Live-Anamnese eines Falles sein, der eine gemeinsame Analyse und Diskussion mit allen Dozenten folgen wird.

 

Die Konferenz fokussiert vollständig auf klinische Aspekte mit dem Ziel, alle Methoden zu integrieren.

 

 

What is your outlook on the future of homeopathy? 

 

Despite advances in modern medicine, many illnesses find no long term solution. This is because illness involves the whole of the person – the mind, immune system, etc. This needs holistic and individualistic treatment. The future of all holistic systems of medicine, particularly homeopathy, is bright. 

 

If we take good care of the now and do whatever we can to support the spread of good quality homeopathy, the future will take care of itself. 

 

 

 

Wie siehst Du die Zukunft der Homöopathie?

 

Obwohl die moderne Medizin immer weitere Fortschritte macht, gibt es für viele Krankheiten keine langfristigen Lösungen. Das liegt daran, dass Krankheit den gesamten Menschen betrifft – Gemüt, Immunsystem, etc. Dies bedarf einer ganzheitlichen und individuellen Behandlung.
Die Zukunft aller ganzheitlich medizinischen Fachbereiche, besonders der Homöopathie, ist vielversprechend.

 

Wenn wir uns gut um das Heute kümmern und dafür sorgen, dass sich qualitativ hochwertige Homöopathie verbreitet, dann wird die Zukunft zum Selbstläufer.

 

 

What would you like to achieve for homeopathy in the future? What can the the professional community do for the future of homeopathy?

 

For the future of homeopathy it is most important that we unite. We need to work together, we need to understand the urgency of being united. We need to build strength from within, so we do not only hear each other but speak with one voice.

This is most important for the future of the homeopathic community. 
 

 

 

Was möchtest Du für die Homöopathie der Zukunft erreichen?  Was kann die professionelle Gemeinschaft für die Zukunft der Homöopathie tun?

 

Das Wichtigste für die Zukunft der Homöopathie ist, dass wir Eins werden. Wir müssen zusammenarbeiten, wir müssen die dringliche Notwendigkeit, eine Einheit zu werden, begreifen. Wir müssen von Innen heraus Stärke aufbauen, damit wir einander nicht nur (zu)hören, sondern mit einer Stimme sprechen.

Das ist das Wichtigste für die Zukunft der homöopathischen Gemeinschaft.

 

 

What is your message particularly to German homeopaths?
 

I am deeply grateful and appreciative of the sincerity, persistence and the hard work of German homeopaths. I come to Germany 2 times a year and have been coming for the past 25 years to teach and to learn.

 

I would like to say to the German homeopaths: “You are doing a great job! It is because of you that homeopathy is flourishing in Germany. Keep up the good work.

 

 

Ground yourself firmly in traditional classical homeopathy and also learn all the contemporary methods. It will help you a lot in your practice.

 


And… please do come to the Merging of Methods conference."

 

 

Was möchten Du speziell den deutschen Homöopathen mitteilen?

 

Ich bin zutiefst dankbar und voller Anerkennung für die Ernsthaftigkeit, Beharrlichkeit und die harte Arbeit der deutsche Homöopathen. Seit 25 Jahren komme ich jedes Jahr zweimal nach Deutschland, um zu Lehren und zu Lernen.


Ich möchte den deutschen Homöopathen sagen:

„Sie leisten großartige Arbeit! Ihretwegen floriert die Homöopathie in Deutschland. Machen Sie weiter so.


Verwurzeln Sie sich fest in traditioneller klassischer Homöopathie und lernen Sie ebenfalls die zeitgenössischen Methoden. Das wird Ihnen in Ihrer Praxis sehr helfen.

 

Und … bitte kommen Sie zur Merging of Methods Konferenz!“

 

 

 

How do you see the initiative of PROHOM?

 

Prohom sees itself as an interdisciplinary informal bridge builder PRO HOMEOPATHY  and pro humans and their health, independent and reaching across all medical professional ethics, professional political associations and / or federations within the community. What is your message regarding PROHOM and their goals / efforts? 


I think unity is the most important need for the homeopathic community today - I appreciate the effort of Prohom to act as an bridge builder. The growth and success of the Prohom platform within only one year after its formation is remarkable. It shows that efforts to build bridges and to achieve greater unity are much needed and appreciated within the community.

 

Also I do appreciate Prohom's willingness to cooperate with Homeopathy One for a common goal. We are looking forward to mutually supporting each other in our endeavours.

 

 

 

PROHOM
MY PLEASSURE  - I have to thank you.

 

I hope many brothers and sisters from our homoeopathic fraternity -
follow the call of Homeopathy one.

 

Wie siehst Du die Initiative von PROHOM?

 

interdiziplinärer informeller Brückenbauer PRO HOMEOPATHIE und pro homines und seine Gesundheit, unabhängig vom medizinischen  Standesrecht, sowie berufspolitischer Vereins- und/oder Verbandsstrukturen. Was möchtest Du  zu/über Prohom und seine Ziele und Bemühungen sagen?
 

Ich denke, Einheit ist, was die homöopathische Gemeinschaft derzeit am dringendsten braucht. Daher schätze ich die Anstrengungen von Prohom als Brückenbauer. Das Wachstum und der Erfolg dieser Plattform innerhalb eines einzigen Jahres ist bemerkenswert. Das zeigt, dass die Bemühungen, Brücken zu schlagen und sich für eine stärkere Einheit einzusetzen, innerhalb der Gemeinschaft sehr gefragt sind und gerne angenommen werden.

 

Darüber hinaus bin ich Prohom dankbar für die Bereitschaft, mit Homeopathy One für unser gemeinsames Ziel zusammen zu arbeiten.
Wir freuen uns darauf, uns gegenseitig in unseren Bemühungen zu unterstützen.

 

 

PROHOM

Die Freude ist ganz meinerseits - ich habe zu danken.

 

Ich hoffe viele Brüder und Schwestern aus unserer homöopathischen Brüderschaft - folgen dem Ruf von Homeopathy one.